
Team Suzuki
Entdecken Sie spannende Infos rund um den Trainingsalltag, die Wettkampfvorbereitung im Trainingslager und die Motivation unserer vier Athleten und Athletinnen, jeden Tag aufs Neue ihr Bestes zu geben – und dabei auch immer wieder über ihre persönlichen Grenzen hinaus zu gehen.


Simon Henseleit
15.01.2000
Aktueller Verein: Tri-Team Schongau
Erfolge (Auswahl)
- 2023 1. Platz Weltmeisterschaften Mixed Relay
- 2023 1. Platz U23-Weltmeisterschaften
- 2023 3. Platz Weltcup Rom
- 2022 1. Platz Erste Triathlon Bundesliga Nürnberg
- 2022 2. Platz Europameisterschaften Mixed Relay
5 schnelle Fragen
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Wie bereitest du dich mental auf einen wichtigen Wettkampf vor? Gibt es bestimmte Rituale oder Routinen?
Insgesamt ist die beste Vorbereitung natürlich das Training an sich. Wenn ich ein paar gute Monate vor der Saison trainiert habe, dann weiß ich aus Erfahrung, dass ich meine Leistung auf den Punkt abrufen kann. Das nimmt unglaublich viel Druck raus. Da aber im Sport selten alles perfekt läuft, braucht man ein unerschütterliches Selbstvertrauen und einen kühlen Kopf, um sich wieder ins Rennen zu bringen.
Wer oder was inspiriert dich in deinem Sportlerleben am meisten?
Wenn man langfristig erfolgreich sein will, darf man meiner Meinung nach nicht allzu viel Inspiration oder auch Motivation von außen benötigen. Man muss den starken Willen selbst mitbringen und der Sport muss einem einfach Spaß machen. Wenn einem jeder Tag und jede Einheit aufs Neue etwas abverlangen, hält man das bei dieser hohen Belastung sonst auf Dauer einfach nicht durch.
Welchen lustigen Spitznamen hattest du als Kind, und hast du immer noch einen, den deine Freunde benutzen?
Tatsächlich hatte ich in meinem Leben bis jetzt nur einen Spitznamen, der sich etwas länger gehalten hat. Den haben mir meine Eltern verpasst, als ich noch sehr jung war: Knödel. Also das bayerische Wort für Kloß. Ich war früher schon immer groß und auch die Liebe fürs Essen habe ich schon früh entdeckt - daher war ich in meinen ersten Lebensjahren eher stämmig unterwegs. Der Name hat sich aber zum Glück nicht gehalten.
Stell dir vor, du könntest einen Tag lang mit einer berühmten Persönlichkeit trainieren – wer wäre das und warum?
Ich würde auf jeden Fall keinen Sportler aus dem Ausdauerbereich wählen, sondern in eine ganz andere Richtung gehen. Ein professioneller Mannschaftssport wie Fußball wäre da schon echt cool. Ich würde mit meinen begrenzten fußballerischen Fähigkeiten zwar nicht sonderlich gut vor der Mannschaft dastehen, aber einen Tag mit Thomas Müller bei der Nationalmannschaft fände ich schon mega gut!
Wenn du ein Maskottchen für das Team Suzuki auswählen müsstest, welches Tier wäre es und warum?
Da wir alle in der Nationalmannschaft sind und es beim Sport auch immer darum geht, seinen Flow zu finden, passt doch ein Adler ganz gut. Ein sehr starkes Symbol, was die Messlatte für uns Athleten natürlich sehr hoch legt - aber wir sind ja alle ehrgeizig und haben große Ziele.


Marlene Gomez-Göggel
25.04.1993
Aktueller Verein: SSV Ulm 1846
Erfolge (Auswahl)
- 2024 Mixed Team Relay Vize-Europameisterin
- 2023 3. Platz Deutsche Meisterschaft Triathlon Sprintdistanz
- 2021 Siegerin WT Triathlon Weltcup
- 2013 ET Europameisterin U23 Cross-Triathlon
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Wie sieht ein typischer Trainingstag bei dir aus?
Ich stehe um 6 Uhr auf, frühstücke, trinke einen schnellen Espresso und fahre mit meinem Suzuki zum Schwimmtraining, das um 7 Uhr beginnt und um 8.30 Uhr endet. Meistens absolviere ich vormittags noch mein Radtraining, koche dann und esse gegen 12.30 Uhr mit meinem Mann zu Mittag. Dann folgt eine etwas längere Pause, bevor ich gegen 16.30 Uhr meine letzte Einheit des Tages, das Lauftraining, starte.
Wer oder was inspiriert dich in deinem Sportlerleben am meisten?
Mich inspirieren vor allem Sportlerinnen, die sich nicht unterkriegen lassen und auch längere Durststrecken wie Verletzungen überwinden können, wie Flora Duffy. Aber auch Beth Potter, die im fortgeschrittenen Leistungssportalter einen Sportartwechsel wagt und Jahre ackert, um in der Weltspitze anzukommen, inspiriert mich, weil es zeigt, dass irgendwie alles möglich ist.
Was war bisher dein größter Erfolg im Triathlon und was bedeutet er für dich?
Der Weltcup-Sieg in Arzachena war ein sehr besonderes Rennen für mich. An dem Tag hat einfach alles zusammengepasst und ich konnte in allen drei Disziplinen maximal abliefern. Der Wettkampf hat mir gezeigt, dass ich auf dem Niveau mithalten kann, und hat mir damit viel Rückenwind für meine Entscheidung, den Sport professionell auszuüben, gegeben.
Welche Hobbys oder Aktivitäten genießt du in deiner Freizeit?
Meine Heimatstadt Ulm hat super viel zu bieten, das genieße ich dann außerhalb des Trainings: an der Donau sitzen, ins Museum gehen, durch die Innenstadt schlendern oder in einem schönen Café einen Cappuccino trinken. Zudem lese, schreibe und zeichne ich gerne, weil ich dabei komplett abschalten kann und andere Seiten meiner Persönlichkeit fördere, die im Sportalltag meistens zu kurz kommen.
Gibt es einen Moment in deiner Karriere, über den du heute lachen kannst, obwohl er damals vielleicht peinlich war?
Beim Bundesliga Rennen in Ingolstadt 2016 bin ich in der ersten Wechselzone direkt vor meinem Rad filmmäßig ausgerutscht und auf dem Hintern gelandet. Das hat viel Zeit gekostet und ich musste dann richtig hart auf dem Rad anfahren, um die große Gruppe vor mir noch zu bekommen. In dem Moment war es mir wirklich peinlich, heute kann ich drüber lachen.


Lasse Lührs
16.05.1996
Aktueller Verein: SSF Bonn 1905 e. V.
Erfolge (Auswahl)
- 2024 Olympiasieger Mixed Relay in Paris
- 2024 Weltmeister Mixed Relay in Hamburg
- 2022 3. Platz WTCS Rennen Leeds
- 2021 Vize-Europameister Mixed Relay
5 schnelle Fragen
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Wie sieht ein typischer Trainingstag bei dir aus?
In der Regel trainiere ich an einem Tag alle drei Disziplinen. Ein typischer sieht dann so aus: Ein ca. 90-minütiges Schwimmtraining am Morgen, nach dem zweiten Frühstück Laufen, ungefähr 60 Minuten mit Intervallen und am Nachmittag noch zwei bis zweieinhalb Stunden locker radeln.
Wie bereitest du dich mental auf einen wichtigen Wettkampf vor? Gibt es bestimmte Rituale oder Routinen?
Ich versuche die Strecken des Wettkampfes so gut es geht zu kennen und visualisiere das Rennen mehrere Male im Kopf. Außerdem setze ich mich mit der Konkurrenz auseinander und gehe verschiedene Rennszenarien durch.
Gibt es einen Sportler, eine Sportlerin, der oder die für dich in der Kindheit Ansporn und Ikone war?
Haile Gebrselassie hat mich immer inspiriert. Im Triathlon war es Jan Frodeno. Ich weiß noch, wie ich als 12-Jähriger morgens um fünf Uhr aufgestanden bin, um den Olympischen Triathlon in Peking zu sehen.
Was macht im „Endspurt“ den Unterschied? Körperliche Fitness oder mentale Stärke?
Der Endspurt ist ein wirklich besonderer Moment im Rennen. Es kommt auf Kleinigkeiten an. Oft entscheiden am Ende der Kopf und die mentale Stärke. Definitiv, aber nicht immer. Manchmal gewinnen auch einfach die Athlet*innen, die mit den frischesten Beinen auf die Zielgerade kommen.
Welche Hobbys oder Aktivitäten genießt du in deiner Freizeit?
Viel Zeit habe ich nicht neben dem Sport. Aber wenn, dann versuche ich mich um mein Studium zu kümmern. Außerdem koche ich sehr gerne, am liebsten zusammen mit Freunden.


Nina Eim
01.08.1998
Aktueller Verein: Triathlon Potsdam
Erfolge (Auswahl)
- 2024 12. Platz Olympische Spiele
- 2022 ET-Europameisterin Triathlon Sprintdistanz
- 2019, 2021 DTU Deutsche Vizemeisterin Triathlon-Sprintdistanz
- 2019 2. Platz Weltmeisterschaften Mixed Relay
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Wie bereitest du dich mental auf einen wichtigen Wettkampf vor?
Mental bereite ich mich auf jeden Wettkampf sehr ähnlich vor. Ich gehe mit Vorfreude an das Rennen ran und versuche möglichst positiv gestimmt den Wettkampf zu bestreiten. Bevor der Startschuss fällt, gehe ich im Kopf nochmal den Wettkampf im Kopf durch. Besonders den Weg zu meinem Wechselplatz und die Abläufe beim Wechsel versuche ich mir möglichst gut einzuprägen.
Was war bisher dein größter Erfolg im Triathlon und was bedeutet er für dich?
Mein bisher größter Erfolg ist der 6. Platz beim Testevent in Paris. Damit habe ich mich für das größte internationale Sportereignis qualifiziert - der Traum eines jeden Sportlers. Und ich freue mich schon unheimlich darauf, diesen Sommer in Paris dabei zu sein. Ein weiteres sportliches Highlight war für mich der Vize-Weltmeistertitel 2019 im Mixed Team Relay. Zuhause in Hamburg die Silbermedaille zu gewinnen ist immer noch eine meiner schönsten Erinnerungen.
Wenn du ein Haustier hättest (oder hast), welches Tier wäre es und wie würde es dich als Triathlet/in unterstützen?
Ich bin ein sehr tierlieber Mensch und hätte gerne ein eigenes Haustier. Jedoch bin ich so viel unterwegs, dass das Tier viel zu oft allein wäre. Als ich noch zuhause in Itzehoe gewohnt habe, hatten wir Kaninchen und einen Kater. Ich denke ein Haustier könnte mich in dem Sinne unterstützen, dass es mich entspannen würde und es einen aufmuntert, wenn man mal nicht so gut drauf ist.
Wenn du nur eine Art von Essen für den Rest deines Lebens essen könntest, was wäre das?
Wenn ich nur noch eine Art von Essen wählen könnte, würde ich mich für Müsli entscheiden. Die Pastaparty am Abend vor dem Rennen würde dann wohl wegfallen.
Wie schaffst du es, dein Privatleben und den intensiven Trainingsplan in Einklang zu bringen?
Wenn ich mal ein paar Tage mit weniger Training habe, fahre ich gerne nach Hause und verbringe Zeit mit meiner Familie und Freunden. Dadurch, dass ich so viel unterwegs bin und mein Lebensmittelpunkt sich mittlerweile in Potsdam befindet, kommt das aber häufig zu kurz. Mein Freund begleitet mich ab und zu in Trainingslagern oder zu Wettkampfreisen, so kann ich mehr Zeit mit ihm verbringen.


Tim Hellwig
30.06.1999
Aktueller Verein: DJK SG St. Ingbert
Erfolge (Auswahl)
- 2024 Olympiasieger Mixed Team Relay
- 2023 1. Platz Weltmeisterschaften Mixed Relay
- 2021 1. Platz WTCS Hamburg Einzel + Mixed Relay
- 2018 2. Platz Europameisterschaften Junioren Einzel + Mixed Relay
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Wie sieht ein typischer Trainingstag bei dir aus?
Mein typischer Trainingstag beginnt früh morgens mit einer Schwimmeinheit - meist ein intensives Programm mit längeren Schwellen oder kurzen VO2max Strecken zwischen 4 und 5 kilometern Länge. Danach gibt es Frühstück, Physiotherapie und eine kurze Pause. Als zweite Einheit steht ein lockerer Lauf mit Steigerungen im Anschluss auf dem Plan. Nach dem Mittagessen und einem kurzen Powernap geht es aufs Rad für Intervalle mit einer Gesamtdauer von 2-2,5 Stunden.
Wer oder was inspiriert dich in deinem Sportlerleben am meisten?
Es gibt keine einzelnen Personen, die mich besonders inspirieren. Es sind eher Sportler, die über ihre gesamte Karriere Jahre lang konstante Leistungen auf Weltklasseniveau gebracht haben. Hier bewundere ich vor allem das Bestreben der Sportler sich trotz absoluter Erfolge immer weiter zu motivieren und zu verbessern.
Was war bisher dein größter Erfolg im Triathlon und was bedeutet er für dich?
Mein größter Erfolg war der zweite Platz beim Grand Finale der WTCS 2023 in Pontevedra. Das Rennen war für mich eine Bestätigung, auf Weltklasse Niveau zu sein und bei sehr guter Vorbereitung auch meine beste Leistung abrufen zu können.
Wie bereitest du dich mental auf einen wichtigen Wettkampf vor? Gibt es bestimmte Rituale oder Routinen?
Am besten bin ich mental auf einen Wettkampf vorbereitet, wenn ich eine gute ununterbrochene Vorbereitung im Training hatte und weiß, dass ich die notwendigen Einheiten absolviert habe. Da gibt mir das Training dann eine Grundlage an Vertrauen und Sicherheit. Ein Ritual ist, dass ich das Rennen und mehrere Szenarien vor dem Rennen am Renntag oder am Abend davor im Kopf durchspiele, um auf verschiede Entwicklungen eingestellt zu sein.
Welche Hobbys oder Aktivitäten genießt du in deiner Freizeit?
In meiner Freizeit verbringe ich gerne Zeit mit Freuden und Familie und genieße bei dem schnelllebigen Sportlerleben gerne einfache Dinge wie Essen gehen, gemeinsam kochen oder einen Kaffee in der Stadt trinken. Manchmal ist aber auch ein Mittagsschlaf ein erholsames Hobby.